QUEER FEMINIST CSD DORTMUND | PROGRAMM

Liebe queere und feministische Menschen und liebe solidarische Unterstützer_innen,

wir freuen uns, dass es dieses Jahr ein kleines alternatives queer feministisches Programm (siehe unten) zum CSD in Dortmund gibt.

Selbstorganisiert, ohne kommerzielle Werbung und ohne Parteien wollen wir an den Stonewall-Aufstand von 1969 erinnern, queerfeministische Politiken in den Vordergrund rücken, Austauschräume schaffen, gemeinsam auf die Straße gehen und anschließend tanzen und feiern – möglichst ohne Rassismus, Sexismus, Ableismus, Ageismus, Normzwänge und Binaritäten.

Das Programm geht vom 4.-9.9.
Alle Veranstaltungen sind, wenn nicht explizit anders im Text vermerkt, für alle Menschen offen und die meisten kosten keinen Eintritt.

Kommt zahlreich, wir freuen uns auf Euch!
Eure Beyond Binary’s

[Hier geht’s zur facebook-Seite von Beyond Binary:
https://www.facebook.com/Beyond-Binary-787638978057568/

Liked uns und bleibt auf‘m Laufenden – dort werden die Infos mehr aktualisiert als hier ]

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PROGRAMM
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Montag, 4.9.
*****18:30-22h Nordpol*****
Zum Auftakt der alternativen CSD-Woche in Dortmund
(Queer Feminist CSD Dortmund | 4 – 9 Sept 2017)
laden wir euch herzlich ein zum

♥ BASTELSPAß AGAINST HETEROSEXISM ♥

- Demoschilder basteln und Transpi malen
für den ♥ queer_feminist Demo-Block ♥ beim CSD-Zug am 9.09.,

- Buttons und Stencils (für Patches und co) machen,

- Zines und Bücher durchstöbern,

- Kennenlernen, Vernetzen, Austauschen,

- Musik, herzhafte Waffeln und Solicocktails genießen!

Hast du Lust auf mehr gesellschaftskritische queere Veranstaltungen in Dortmund und Umgebung?
Vielleicht können wir auch schon vor dem nächsten CSD zusammen was auf die Beine stellen? :) Wir freuen uns, wenn das beyond binary „Team“ größer wird!
Der Bastelspaß ist aber auch für alle gedacht, die einfach „nur“ malen, mampfen und rumhängen wollen ;)

Wir werden einiges an Bastelkram, Stoffresten, Farbe und Buttonmaschine da haben –
wenn du kannst, bring aber gerne auch Zeug mit, z.B. Pappe/Kartons für Demoschilder, Glitzer, Klamotten zum be-stenciln…

Wir freuen uns auf euch!

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Dienstag, 5.9.
*****17h Nordpol*****
[Selflove & Bodypositivity]
Ein Workshop und Austauschraum im Rahmen vom Queer Feminist CSD Dortmund.

Selflove und Bodypositivity sind gängige Themen in feministischen Blogs, bei Instagram und Vorträgen. Gleichzeitig begegnen uns die Botschaften dieser Ansätze auch in Lifestyle-Magazinen, Yogakursen, Taschenbuch-Psychologie-Ratgebern und Mandalas am Bahnhofkiosk.
Woher kommen diese Konzepte eigentlich und was ist ihr emanzipatorischer Ansatz?
Wer kann sich das leisten?
Wann wird aus Selflove Selbtoptimierung?
Welche neuen Normen, Ansprüche und Tabus ergeben sich, sowohl gesamtgesellschaftlich als auch in unseren Szenen?
Wie können wir Selflove und Bodypositivity in unsere Leben einbauen und gleichzeitig kritisch betrachten?
Welche schönen Erfahrungen und Tipps oder auch Kritik wollt ihr mit uns teilen?
In unserem Workshop wollen wir uns mit euch gemeinsam zu diesen Fragen austauschen – und es uns bei (veganen) Waffeln gut gehen lassen :) Falls ihr Lust habt, kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Eure Feministische Waffel-Gang

Das Angebot richtet sich an FrauenLesbenTrans*Inter* ♥
Fragen und Wünsche gerne an: feministischewaffelgang@posteo.de

Der Workshop wird finanziell durch die TrIQ*-AG Dortmund unterstützt. Danke!

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Mittwoch, 6.9.
*****19h, Black Pigeon*****
Screening im Rahmen des Queer Feminist CSD Dortmund

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „MY TWO POLISH LOVES“ von Tali Tiller.

Hier könnt ihr schonmal den Trailer schauen
oder einen Artikel aus der Missy lesen.

Im Anschluss gibt es, wenn es funktioniert, ein Q&A mit Tali Tiller via Skype.

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Short description of the film:

My Two Polish Loves explores how memories of Holocaust and war are lived, narrated and passed across generations. The film is an intimate journey to Łódź through Tali’s relationships with her late Jewish-Polish grandmother Silvia, a Holocaust survivor, and with her Polish-German lover Magda. As Tali and Magda visit the former Ghetto and the Jewish cemetery in Łódź, search for forgotten street names, and enjoy their shared passion for Polish food, Silvia’s voice as recorded by Tali before she passed away, accompany them on their journey. The film asks how can the third generation of Holocaust survivors keep alive the memories of their deceased grandparents in our rapidly changing world? How our past informs who we are today, our complex histories and identities?
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www.talitiller.net/en/my-two-polish-loves

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Donnerstag, 7.9.
*****18:30h Nordpol*****
[Biografisches Schreiben/lyrics als Empowerment-Strategie]
Workshop mit Sabrina

Der Workshop soll grundlegende Kenntnisse zum biografischen Arbeiten und Schreiben vermitteln und ein erstes Ausprobieren ermöglichen. Folgende Fragestellungen und Inhalte werden hierbei im Fokus stehen:
- Wozu ist Schreiben nützlich und was hat das mit Empowerment zu tun?
- Welche Arten kreativen Schreibens gibt es und wie funktionieren diese? (Kurzgeschichten, Fanzine Beiträge, Songtexte, Gedichte, …)
- Biografien erforschen: Die eigene Biografie als Grundlage für Geschichten
- Eigene Erlebnisse in Geschriebenem thematisieren

Die hier dargestellten Inhalte sind eher als Rahmungen zu verstehen. Was genau im Workshop thematisiert wird, welche Aspekte einen Schwerpunkt bilden etc. wird innerhalb der Gruppe verhandelt, um flexibel für Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden offen zu sein. Besonders wichtig ist hierbei, dass jede Person sich einbringen kann, soweit sie das möchte, aber sich nicht einbringen muss.

Diskriminierende Verhaltensweisen wie (Hetero-)Sexismus, Rassismus, Ableismus, Transmisogynie, Klassismus, Bodyismus, Speziesismus etc. sind unerwünscht, jedoch soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die hinter den aufgeführten Phänomenen liegenden Diskriminierungsachsen wahrscheinlich als erlebte Teile von eigenen Biografien thematisiert werden. Aufgrund dessen können auch Trigger leider nicht ausgeschlossen werden!

Offen für alle!

Der Raum ist mit einem Rolli erreichbar.

Ich bin eine weiße Cis-Frau und heiße Sabrina.

Der Workshop wird finanziell durch die TrIQ*-AG Dortmund unterstützt. Danke!

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Freitag, 8.9.
*****19-22h Black Pigeon*****
„We have a voice!“ –
Talk and discussion about the living conditions and demands of queer refugees in Germany by the initiative „Queer Refugees for Pride“/
Vortrag der Initiative „Queer Refugees for Pride“ zu Lebenssituation und Forderungen queerer Geflüchteter in Deutschland

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(Deutsche Textversion unten/German version below)

What are the living conditions for queer refugees in Germany?
What are the special needs and with which problems are they confronted, concerning their everyday live, the interactions with public authorities, the help system and the LGBT*QI community?
In the sense of their slogans “Nothing about us without us!” and “We have a voice! Let´s use it!” the activists from „Queer Refugees for Pride” give insight in their struggles. Based on their own experience and a survey among 100 queer refugees they present their answers and their demands on politics.

Together we would like to discuss:
• What kind of support can be given by the left scene?
• What kind of role can queer feminist groups play, e.g. when it comes to providing safer spaces and support for victims/survivors of sexual abuse?
• How can we raise awareness about discrimination of queer refugees by other refugees without it being used by right wing propaganda?
• What are good examples of solidarity fights against racism, sexism, trans*- and homophobia?

After the discussion, we would like to write our thoughts and demands on posters which we can present on the CSD-march in Dortmund the next day to make the demands more visible. You´re welcome to join us! :)

This is an event for political activist from different spectrums: from supporting refugees, LGBT*QI rights, queerfeminism and antiracism to queer refugees and empowerment-groups from Dortmund and surrounding areas.

The talk will be hold in English and German, with translations to both sides.

More info about „Queer Refugees for Pride“:
www.facebook.com/QueerRefugeesForPride/

This event is possible thanks to financial support from Rosa Luxemburg Stiftung.

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(German version/Text auf Deutsch:)

Wie ist aktuell die Lebenssituation von queeren Geflüchteten in Deutschland?
Mit welchen besonderen Problemen sehen sich queere Geflüchtete konfrontiert – gegenüber Behörden, in Unterkünften, im Alltagsleben, in helfenden Beziehungen und in der LGBT*QI-Szene?
Im Sinne ihrer Slogans „We have a voice! Let´s use it!“ und „Nothing about us without us!“ geben Aktivist_innen der Initiative „Queer Refugees for Pride“ auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen und einer Befragung von 100 weiteren queeren Geflüchteten in Deutschland Antworten auf diese Fragen und legen ihre politischen Forderungen dar.

Gemeinsam möchten wir im Anschluss diskutieren:
• Welche Unterstützung kann die linke Bewegungspraxis leisten?
• Welche Rolle können queer_feministische Gruppen spielen, bspw. durch Expertise in Schutz-und Unterstützungskonzepten im Bereich von sexuellem Missbrauch?
• Wie können Öffentlichkeit und Politik für Missstände wie Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten durch andere Geflüchtete sensibilisiert werden, ohne dass diese Erfahrungen rechtspopulistisch instrumentalisiert werden?
• Was sind gute Beispiele für, was sind eure Wünsche an solidarische Kämpfe gegen Rassismus, Homo-, Trans*phobie und Sexismus?

Zum Ausklang des Abends können Forderungen und Impulse aus Vortrag und Austausch auf Plakaten festgehalten werden und so bei der CSD-Demonstration am nächsten Tag auch für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar werden. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid! :)

Vortrag und Diskussion werden in Englisch und Deutsch laufen, mit Übersetzungen in beide Richtungen.

Mehr Infos über „Queer Refugees for Pride“:
www.facebook.com/QueerRefugeesForPride/

Diese Veranstaltung wird durch finanzielle Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung ermöglicht.

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Samstag, 9.9.
*****11:00 Frühstück im Nordpol*****

Am 9.09. beteiligen wir uns als kleiner (oder großer????) queer_feministischer Block an der offiziellen CSD Dortmund Demonstration, die um 13.30 Uhr vom Nordmarkt aus startet.

Perfekt, um erstmal ab 11 Uhr entspannt zusammen im Nordpol zu frühstücken und uns zu sammeln, oder? :)
Wir treiben Basics wie Brötchen, Kaffee, Tee und Soyamilch auf und freuen uns über jeden eurer Beiträge zum Mitbring-Frühstück ♥

Demoschilder und Transpi(s) können beim
Bastelspaß against Heterosexism <3 | Queer feminist CSD Dortmund am Montag (4.09.)
und auch noch im Anschluss an den Diskussionsabend „We have a voice!“ – Vortrag von Queer Refugees for Pride am (8.09.)
gemeinsam gebastelt werden!

Lasst uns mitmischen und mit unseren Positionen und unseren Lebensrealitäten sichtbar werden -
auch für die, die nicht sichtbar werden können!

*****13:30 gemeinsamer Treffpunkt um zur Demo zu gehen: Nordpol*****
*****14:00 CSD Demo*****

*****20:30 KONZERT (im Rekorder)// Einlass 20:00*****
+ silentonic | alternative-post-progressive-rock
+ SKRTS | alternative feminist trans* grunge noiserock
+ t.b.a.
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ab 22:00 PARTY (im Rekorder)
+ be là | deep house, techno
+ Die kotzende Katze | black music, femrap, pop
+ jonie | pop, punk, elektro
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5-10 EUR EINTRITT

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hallo

hallo.

beyond binary ist ein queerfeministisches kollektiv in dortmund.

(auch auf facebook )

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    beyond binary
    - queerfeministischer csd dortmund –
    4.-9. september 2017

programm:
4.-8. september: workshops, filme, diskussionen, diy stuff, …
9. september: frühstück, demo, konzerte, party, djanes*

mehr infos ab dem 20. august