P r o g r a m m

herzliche einladung zur kritischen pride-veranstaltungsreihe jun-sept 2018

unterstützt von und gemeinsam mit:
atelier automatique
autonomes frauenlesbenreferat der ruhr-uni bochum
feministische waffel-gang
frauenbibliothek lieselle

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QUEERLEADING – queerfeministische kämpfe anfeuern

Wann: Ab 12.06.18 immer dienstags 18-20 Uhr
Wo: AZ Mülheim
Für wen: Alle Queers, die Lust auf Bewegung, Bodypositivity, Politik und Pom-Poms haben

Du wolltest schon immer einmal Cheerleading ausprobieren, aber hast dich bisher nicht getraut, weil du dachtest du passt da nicht rein?
Dich bringt die Vorstellung zum Grinsen, ausgerechnet mit Cheerleading Aktionen gegen Heterosexismus und Zweigeschlechternormen anzufeuern?
Du suchst nach einer Sportgruppe, in der alle Körper und (Nicht-)Fitness-Stände Raum haben?

Dann ist hier deine Chance:
Wir vom Queer-feministischen CSD im Ruhrgebiet (beyond binary) gründen ein bodypositives und politisches Cheerleading Team für alle Queers im Pott und Umgebung🌈
Sei dabei und werde Queerleader*in!

Wir trainieren ab dem 12.06.18 immer dienstags von 18-20 Uhr im AZ Mülheim. Vorkenntnisse werden nicht benötigt, egal ob du bisher sportlich unterwegs warst oder nicht, bei uns ist jede_r willkommen, die_der Lust auf Cheerleading hat.

Melde dich einfach unter beyondbinary [ät] riseup.net an und werde Teil von etwas ganz Besonderem ♥

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QUEERE FILMNACHT

wann: 6. Juli, 19-23h
wo: atelier automatique (rottstr. 14, bochum)

YESSSS___ Das XPOSED International Queer Filmfestival kommt wieder zu Besuch ins atelier automatique und wir öffnen die Schiebetüren für euch. Kommt ab 19 Uhr vorbei für ein Getränk, zum Kennenlernen und Rumhängen. Um 20 Uhr geht’s los mit einem feinen Kurzfilmprogramm vom diesjährigen XPOSED Festival. Im Anschluss zeigen wir BIXA TRAVESTY, eine Dokumentation über die Sängerin und Performance-Künstlerin Linn Da Quebrada. Der Film von Claudia Priscilla & Kiko Goifman hat 2018 den Teddy Award, den queeren Filmpreis der Berlinale, für den besten Dokumentarfilm gewonnen. Die Veranstaltung ist Auftakt der kritischen Pride-Veranstaltungsreihe Beyond Binary.

19:00 Einlass/Rumhängen
20:00 Kurzfilme vom XPOSED International Queer Film Festival
21:30 BIXA TRAVESTY, Dokumentarfilm, Brasilien 2018, OmeU

Das XPOSED International Queer Film Festival findet seit 2006 jedes Jahr in Berlin statt. Das Festival setzt auf eine bunte Mischung aus dokumentarischen, experimentellen, szenischen und poetischen Filmen, die Queerness erkunden und feiern. Die Kurzfilme am 6. Juli präsentieren starke Figuren aus dem diesjährigen Festivalprogramm – freut Euch auf widerständige Katzen, superkluge Performance-Künstler und auf viele weitere Charaktere, die dafür gekämpft haben, sich mit ihren Körpern und Begehren wohlzufühlen.

KURZFILMPROGRAMM vom XPOSED International Queer Film Festival Berlin

RICK // Regie: Jan-Peter Horstmann
Deutschland 2017, 17 min

BEAUTIFUL FIGURE (Szép alak)// Regie: Hajni Kis
Ungarn 2016, 17 min

VA-BENE // Regie: Brenda Jorde
Deutschland / Ghana 2018, 11 min

REBELLIOUS ESSENCE (Uporni duh) // Regie: Ana Čigon
Slowenien 2017, 5 min

RIOT NOT DIET // Regie: Julia Fuhr Mann
Deutschland 2018, 17 min

Gesamtlänge: 67 Minuten

BIXA TRAVESTY:
Als schwarze Transfrau aus den armen Peripherien São Paulos erhebt die Pop-Figur Linn da Quebrada ihre Stimme für die Queers of Colour aus den Favelas. Mit ihrer Jugendfreund*in und Partner*in in Crime, der schwarzen Transfrau und Sängerin Jup de Bairro, performt sie in fulminanten Konzerten. Mit exorbitanten Kostümen und viel Twerking unternimmt sie eine elektro-musikalische Attacke gegen die weiße heteronormative Geschlechterordnung Brasiliens und den Machismus der dortigen Funk-Musikszene. Ihre zärtliche Seite zeigt sich in privaten Szenen – beim Duschen mit Freund*innen oder beim Kochen mit ihrer Mutter spricht sie über Liebe, Rassismus und Armut. In Archivmaterial – selbstgedrehten Videos – sehen wir sie bei intimen Performances während einer Krebsbehandlung im Krankenhaus. Es wird zunehmend klar, dass Linn radikale Nacktheit als Mittel zur Unterwanderung von Genderrollen einsetzt. Die Dokumentation zeigt sie außerdem in inszenierten Radiointerviews, in denen sie ihre Überzeugungen zu Feminismus und ihrer Transsexualität sprachgewaltig präsentiert: Linn will keine Cis-Frau sein, sondern eine Frau mit Penis, deren Genderidentität nicht an Genitalien gebunden, sondern im stetigen Wandel begriffen ist. (Filmtext: berlinale.de)

Trailer Bixa Travesty

Regie: Claudia Priscilla & Kiko Goifman, Brasilien 2018
75 Minuten, Portugiesisch mit engl. Untertiteln

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

http://www.xposedfilmfestival.com
http://atelierautomatique.de

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PHYSICAL THEATRE: NOT FABULOUS

wann: 11. Juli 2018, 20-22h
wo: atelier automatique (rottstr 14, bochum)

D: Ein Physical Theatre Stück über Queer Femmes. Ein Verhandeln von Weiblichkeit auf einer Bühne, das über die Bühne hinausgeht. Ein Einblick in die Momente vor und nach der Show.
E: A physical theatre piece about queer femmes. A research of femininities that are on stage but not reduced to the stage. A peak into the moments before and after the show.

„I wear the boy they gave me, no more“

Performed and co-created by: Kah Chun Pau, Lucas Lopes, Igor Meneses (Folkwang Dance Department)
Music composed by: Igor Meneses
Costumes by: Harrison Rodrigues (Folkwang Dance Department)
Directed by: Ottoline Calmeijer Meijburg (Folkwang Physical Theatre Department)
link zum projekt

Die Veranstaltung ist Auftakt der kritischen Pride-Veranstaltungsreihe Beyond Binary.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

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RAUM EINNEHMEN – ZUSAMMEN SKATEN UND/ODER PICKNICKEN
*infos folgen*

wann: 29.7., ab 14h
wo: kemnader see
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VERNISSAGE: Q-REVOLT
PORTRAITS OF WOMEN WHO LOVE WOMEN

artist: rita braz

+ LESBIAN* GET TOGETHER

wann: 31.8., 18h (ausstellung vom 31.8.-8.9.18)
wo: atelier automatique (rottstr 14, bochum)

////Ausstellungseröffnung/Vernissage:
Q-Revolt. Portrait Of Woman Who Love Woman
(Portrait von Frauen, die Frauen lieben)
& Lesbian* Get-together
für alle Lesbians* and Friends////

31. August 2018
//ab 18.00 Uhr:
Ankommen & Portraits Bestaunen im atelier automatique (Bochum)
//ca. 19.00 Uhr:
Die Künstlerin Rita Braz im Gespräch mit Samira Yildirim
//ab 20.00 Uhr:
Snacks, Wein und gesellig-lesbisches* Beisammensein

Wir laden alle Lesben* und Freund*innen zur Ausstellungseröffnung der portugiesischen Fotografin und Künstlerin Rita Braz ein, die in ihrem Projekt „Q-Revolt. Portrait Of Woman Who Love Woman“ die Sichtbarkeit, den Pride und die Schönheit subversiver lesbisch*/queerer Ästhetiken feiert und würdigt. In den Portraits der ganz unterschiedlichen Frauen*/Lesben* wird eindrucksvoll sichtbar, wie sich queere/lesbische* Frauen* Stereotypen entziehen und wie ‚Weiblichkeit‘ auf ganz unterschiedliche Weise gelebt und lebbar wird.

In einem Gespräch zwischen Rita Braz und Samira Yildirim werden wir mehr über das Projekt erfahren. Hier ist auch Raum für eure Fragen an Rita.

Vor allem wollen wir an dem Abend Frauen*, die Frauen* lieben, feiern und einen Raum schaffen, indem wir gemeinsam über Bilder und Repräsentationen nachdenken können: was diese für uns bedeuten, wie wichtig sie für uns sind und wie darin Differenz(en) gefeiert werden.

“Love is love is love is love.”
„We are here, we exist, and we are not alone.”
“A beautiful, poetic way to see that gender and sexual identity have so many different faces.”
- Rita Braz

//// Die Ausstellung wird nach der Eröffnung vom 31.08. – 08.09.2018 in den Fenstern des atelier automatique zu sehen sein. ////

Zur Ausstellung an sich:
////Ausstellung
im atelier automatique vom 31.08. bis 08.09.2018:
Q-Revolt. Portrait Of Woman Who Love Woman
(Portrait von Frauen die Frauen lieben)
von Rita Braz////

In der Zeit vom 31.08.2018 bis 08.09.2018 wird für euch in den Fensterfronten des atelier automatique in Bochum eine Ausstellung der portugiesischen Künstlerin und Fotografin Rita Braz zu bewundern sein:
„Q-Revolt. Portrait Of Woman Who Love Woman” zeigt unterschiedliche queere/lesbische Frauen*.
In der dargestellten Individualität der einzelnen Frauen* wird die Differenz, die Schönheit und eine queere Ästhetik jenseits einengender Stereotype gefeiert, die eine Sichtbarkeit und Intensität erzeugt, derer eine*r sich nicht entziehen kann. Wir freuen uns so sehr über diese im besten Sinne kraftvolle und empowernde Ausstellung im Rahmen unserer kritischen Pride-Veranstaltungsreihe Beyond Binary. Kommt vorbei und genießt die Bilder!

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+++++++++++MUSS LEIDER AUSFALLEN+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Der HyperDrag-Workshop muss am Samstag leider ausfallen, es wird aber einen Nachholtermin geben.
Alle, die sich bisher per Mail angemeldet haben, werden über den neuen Termin per Mail informiert.
Ihr könnt euch auch noch weiter über beyondbinary[ät]riseup.net anmelden.
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WORKSHOP: FUCK GENDERRO/ULES! (HYPER)DRAG 101
mit femme snowflake + penny rasure

anmeldung bitte über beyondbinary [ät] riseup.net

wann: 1.9.18
wo: dortmund

***Please find English Version below***

„Drag verliert seinen Sinn für Gefahr und seinen Sinn für Ironie, wenn es nicht mehr von Männern gemacht wird.“ -RuPaul (übersetzt aus dem Englischen)

Mit dieser Aussage sorgte die bekannte amerikanische Drag Queen RuPaul Anfang des Jahres für Wirbel in der Queer Community. Unserer Meinung und Erfahrung nach trifft diese Aussage nicht zu und wir möchten mit euch erkunden, dass Drag viel mehr ist, als „Männer, die sich als Frauen verkleiden“. Dabei verstehen wir Drag vor allem als die Übertreibung von dem, was in unserer Gesellschaft als typisch feminin oder maskulin gilt und das Spiel mit diesen geschlechtlichen Konnotationen. Drag ist alles, was Identität erkundet und die gesellschaftlichen Erwartungen an das (soziale) Geschlecht herausfordert und in Frage stellt. Drag ist übertreiben und zur Schau stellen und das machen, was einer*einem gefällt. Egal ob es die Übertreibung von gesellschaftlichen Ansprüchen an Femininität und Maskulinität ist oder die Darstellung eines Charakters.
Wir sind zwei Hyper Queens, die seit ungefähr einem Jahr in der Welt des Drag herumstöckeln und unsere Liebe für Drag jetzt mit anderen teilen wollen.
Der Workshop ist offen für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie Drag eigentlich funktioniert. Dabei ist es uns egal, wer ihr seid oder welche Form von Drag ihr ausprobieren möchtet (unsere Expertise liegt natürlich eher im Bereich des Hyper Drag, aber wir bemühen uns auch bei allem anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen). Das alles soll in einem Rahmen passieren, in dem sich alle miteinander wohlfühlen können. Wir versuchen so viel Makeup und Klammotten zu stellen, würden uns aber auch freuen, wenn ihr eigene Dinge mitbringt.

Wir bitten um Anmeldung unter: beyondbinary[ät]riseup.net
Der genaue Ort wird noch bekanntgegeben.

Wir freuen uns auf Euch

@femme.snowflake und @penny_rasure (besucht uns auf Instagram ;) )

Diese Veranstaltung ist Teil der kritischen Pride Veranstaltungsreihe Beyond Binary

***

“Drag loses its sense of danger and its sense of irony once it’s not men doing it […]“ -RuPaul

This statement made by popular American Drag Queen RuPaul caused some trouble in the Queer Community at the beginning of the year. In our opinion and experience this statement is not true and we would like to explore with you that Drag is so much more than „men dressing up as women“. We first and foremost understand Drag as the exaggeration of societies stereotypes concerning the notion of what’s typical feminine and masculine and the play with these gender connotations.
Drag is everything that explores identity and challenges social expectations of gender while questioning them. Drag is exaggerating and showing off and doing whatever you want. It doesn‘t matter if it’s the exaggeration of societies expectations of femininity and masculinity or the presentation of a character.
We are two Hyper Queens, who have been high heeling through the world of Drag for about a year now, and want to share our love for Drag with others.
The workshop is open for everyone who always wanted to know how Drag really works. It doesn‘t matter to us which form of Drag you want to try (keeping in mind that our expertise is more on the Hyper Drag side, but we will try our best to provide advice on every other form as well). All of this is supposed to be happen under conditions in which everyone can be comfortable with each other. We try to provide as much Makeup and clothes as possible, but would also be very happy if you brought some of your own.

To take part please send an E-Mail to beyondbinary@riseup.net
The location will be announced shortly.

We look forward to seeing you

@femme.snowflake and @penny_rasure (find us on Instagram ;) )

This event is part of the critical Pride series of events Beyond Binary

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FLTI*-STREITRAUM: AUTORITÄRER QUEER-FEMINISMUS?!
wir beißen uns gemeinsam durch die aktuellen kritiken am queeren aktivismus

wann: 8.9.18, 14-18h
wo: atelier automatique (rottstr 14, bochum)

FrauenLesbenTransInter*-Streitraum:
Autoritärer Queer-Feminismus?!

Wir beißen uns gemeinsam durch die aktuellen Kritiken am queeren Aktivismus.

Ob in Debatten um Definitionsmacht, Critical Whiteness oder in aktuellen Auseinandersetzungen darum, ob Forderungen nach lesbischer Sichtbarkeit Emanzipationskämpfen von Trans* entgegenlaufen: Die Gräben, die sich in den vergangenen Jahren innerhalb der queeren politischen Szenen aufgetan haben, sind tief.
Die eine „Seite“ bezeichnet einen Teil der in antirassistischen, feministischen und queeren/LSBT*IQ-Kämpfen aktiven Personen als Teil des Problems und versucht teilweise, sie als „Täter*innen“ aus diesen Zusammenhängen auszugrenzen. Gleichzeitig verschreit die andere „Seite“ Aktivismus rund um Schutzräume und Privilegien als grundsätzlich dogmatisch und sektiererisch und wehrt die Konzepte auf dieser Grundlage ab.

In dem im März 2017 von Patsy l´Amour laLove herausgegebenen, im Querverlag erschienenen, Sammelband „Beißreflexe“ wird eine bestimmte „autoritäre Form“ von aktuellem queeren Aktivismus herausgearbeitet und kritisiert: Statt „Empathie“ seien hier „Anprangern und Ausschluss gängige Praxis“.
Eine konstruktive Auseinandersetzung mit „Beißreflexe“ kann aus queer-feministischer Perspektive teilweise schwerfallen. Die Positionen wurden von Medien der bürgerlichen Mitte, der Emma (um gegen Gender Studies zu mobilisieren) und denjenigen Teilen der Community, die sich in ihrer grundsätzlichen Ablehnung von Auseinandersetzungen mit Heterosexismus, Heteronormativität und Antirassismus bestärkt fühlten, geradezu gierig aufgegriffen. Auch der häufig polemische Stil in den Beiträgen baut nicht unbedingt Brücken zu aktiven Queer-Feminist*innen.

Dennoch sehen wir in unserer Auseinandersetzung mit Patsys Thesen einige wichtige Anhaltspunkte für diejenigen Aktivist*innen, für die Schutzräume und ein verantwortlicher Umgang mit Privilegien eine politische Forderung sind, die aber eben teilweise auch mit Fragen der konkreten Umsetzung dieser Konzepte hadern. Angesichts der aktuell z. B. am „TERF“-Vorwurf hochkochenden Debatten und zunehmenden Entsolidarisierungen innerhalb der queeren politischen Szenen denken wir: Es wird Zeit für Selbstreflexion, Selbstkritik und konstruktives Miteinander-Streiten. Nicht zuletzt mit Blick auf den wachsenden rechten Konservatismus.

Wir möchten euch in einen explizit queer-feministischen Streitraum über praktischen Queer-Feminismus einladen.
Wir möchten uns mit euch gemeinsam durch die Kritik aus und an „Beißreflexe“ und eure eigenen Kritiken „beißen“.
Wir wollen uns gerade den ambivalenten, teilweise schmerzhaften Erfahrungen, Gedanken wie auch offenen Fragen widmen.
Wir möchten uns dem Stillstand der „Lagerbildung“ entziehen.
Wir möchten uns streiten und uns wieder in politischen Handlungsräumen begegnen – oder zumindest einen Schritt in diese Richtung setzen.
Seitens der Veranstalter*innen wird es inhaltliche Moderation und Kurzinputs geben.

Seid ihr dabei? 😊

Wann und wo:
08.09.2018 (Samstag), 14-18 Uhr im atelier automatique Bochum

Wer:
Alle FrauenLesbenTransInter*, die sich als zugehörig oder solidarisch mit der queer-feministischen Szene verstehen und (selbst)kritisch auf konkreten Aktivismus schauen wollen.

Was meint hier „Streitraum“?
Wir haben uns bewusst für den Begriff „Streitraum“ entschieden, in Abgrenzung zu einem möglichst geschützten Austauschraum. Letztere bieten einige von uns von Herzen gerne in anderen Kontexten an, in diesem Fall wünschen wir uns aber durchaus kontroverse Auseinandersetzungen. Bitte bringt die Bereitschaft mit, Argumenten und Gedankengängen zu folgen, die möglichweise „ans Eingemachte“ gehen und eigene Überzeugungen und Praxen in Frage stellen können. Außerdem wünschen wir uns für den Streitraum einen gegenseitigen Vertrauensvorschuss, dass sich alle Beteiligten klar gegen Homo-, Lesben-, Bi- und Transfeindlichkeit, gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus und Behindertenfeindlichkeit einsetzen wollen. Für diese Anliegen muss nicht immer die gleiche Szene-Sprache gesprochen werden – lasst uns auf die geäußerten Argumente hören statt den Fokus darauf zu legen, was die andere Person vermeintlich noch alles nicht reflektiert hat. Auf dieser Basis hoffen wir, dass allen respektvoll zugehört werden kann. Wir freuen uns auf dieses Wagnis mit euch und sind schon sehr gespannt! 😊

BEYOND BINARY Juni-Sept. 2018

Auch dieses Jahr wird es eine kritische Pride-Veranstaltungsreihe geben; die Infos folgen hier bis Ende Juni.

Unterstützt von und gemeinsam mit:
atelier automatique
Feministische Waffel-Gang
Autonomes Frauenlesbenreferat der Ruhr-Universität Bochum
Frauenbibliothek Lieselle

Wer* sich schon Termine in den Kalender eintragen möchte, möge bitte einmal auf der facebook Seite schauen, dort gibt es schon einen Flyer mit dem Programm: www.facebook.com/beyondbinaryruhrpott/

xxx
eure bb’s

QUEER FEMINIST CSD DORTMUND | PROGRAMM

Liebe queere und feministische Menschen und liebe solidarische Unterstützer_innen,

wir freuen uns, dass es dieses Jahr ein kleines alternatives queer feministisches Programm (siehe unten) zum CSD in Dortmund gibt.

Selbstorganisiert, ohne kommerzielle Werbung und ohne Parteien wollen wir an den Stonewall-Aufstand von 1969 erinnern, queerfeministische Politiken in den Vordergrund rücken, Austauschräume schaffen, gemeinsam auf die Straße gehen und anschließend tanzen und feiern – möglichst ohne Rassismus, Sexismus, Ableismus, Ageismus, Normzwänge und Binaritäten.

Das Programm geht vom 4.-9.9.
Alle Veranstaltungen sind, wenn nicht explizit anders im Text vermerkt, für alle Menschen offen und die meisten kosten keinen Eintritt.

Kommt zahlreich, wir freuen uns auf Euch!
Eure Beyond Binary’s

[Hier geht’s zur facebook-Seite von Beyond Binary:
https://www.facebook.com/Beyond-Binary-787638978057568/

Liked uns und bleibt auf‘m Laufenden – dort werden die Infos mehr aktualisiert als hier ]

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PROGRAMM
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Montag, 4.9.
*****18:30-22h Nordpol*****
Zum Auftakt der alternativen CSD-Woche in Dortmund
(Queer Feminist CSD Dortmund | 4 – 9 Sept 2017)
laden wir euch herzlich ein zum

♥ BASTELSPAß AGAINST HETEROSEXISM ♥

- Demoschilder basteln und Transpi malen
für den ♥ queer_feminist Demo-Block ♥ beim CSD-Zug am 9.09.,

- Buttons und Stencils (für Patches und co) machen,

- Zines und Bücher durchstöbern,

- Kennenlernen, Vernetzen, Austauschen,

- Musik, herzhafte Waffeln und Solicocktails genießen!

Hast du Lust auf mehr gesellschaftskritische queere Veranstaltungen in Dortmund und Umgebung?
Vielleicht können wir auch schon vor dem nächsten CSD zusammen was auf die Beine stellen? :) Wir freuen uns, wenn das beyond binary „Team“ größer wird!
Der Bastelspaß ist aber auch für alle gedacht, die einfach „nur“ malen, mampfen und rumhängen wollen ;)

Wir werden einiges an Bastelkram, Stoffresten, Farbe und Buttonmaschine da haben –
wenn du kannst, bring aber gerne auch Zeug mit, z.B. Pappe/Kartons für Demoschilder, Glitzer, Klamotten zum be-stenciln…

Wir freuen uns auf euch!

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Dienstag, 5.9.
*****17h Nordpol*****
[Selflove & Bodypositivity]
Ein Workshop und Austauschraum im Rahmen vom Queer Feminist CSD Dortmund.

Selflove und Bodypositivity sind gängige Themen in feministischen Blogs, bei Instagram und Vorträgen. Gleichzeitig begegnen uns die Botschaften dieser Ansätze auch in Lifestyle-Magazinen, Yogakursen, Taschenbuch-Psychologie-Ratgebern und Mandalas am Bahnhofkiosk.
Woher kommen diese Konzepte eigentlich und was ist ihr emanzipatorischer Ansatz?
Wer kann sich das leisten?
Wann wird aus Selflove Selbtoptimierung?
Welche neuen Normen, Ansprüche und Tabus ergeben sich, sowohl gesamtgesellschaftlich als auch in unseren Szenen?
Wie können wir Selflove und Bodypositivity in unsere Leben einbauen und gleichzeitig kritisch betrachten?
Welche schönen Erfahrungen und Tipps oder auch Kritik wollt ihr mit uns teilen?
In unserem Workshop wollen wir uns mit euch gemeinsam zu diesen Fragen austauschen – und es uns bei (veganen) Waffeln gut gehen lassen :) Falls ihr Lust habt, kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Eure Feministische Waffel-Gang

Das Angebot richtet sich an FrauenLesbenTrans*Inter* ♥
Fragen und Wünsche gerne an: feministischewaffelgang@posteo.de

Der Workshop wird finanziell durch die TrIQ*-AG Dortmund unterstützt. Danke!

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Mittwoch, 6.9.
*****19h, Black Pigeon*****
Screening im Rahmen des Queer Feminist CSD Dortmund

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „MY TWO POLISH LOVES“ von Tali Tiller.

Hier könnt ihr schonmal den Trailer schauen
oder einen Artikel aus der Missy lesen.

Im Anschluss gibt es, wenn es funktioniert, ein Q&A mit Tali Tiller via Skype.

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Short description of the film:

My Two Polish Loves explores how memories of Holocaust and war are lived, narrated and passed across generations. The film is an intimate journey to Łódź through Tali’s relationships with her late Jewish-Polish grandmother Silvia, a Holocaust survivor, and with her Polish-German lover Magda. As Tali and Magda visit the former Ghetto and the Jewish cemetery in Łódź, search for forgotten street names, and enjoy their shared passion for Polish food, Silvia’s voice as recorded by Tali before she passed away, accompany them on their journey. The film asks how can the third generation of Holocaust survivors keep alive the memories of their deceased grandparents in our rapidly changing world? How our past informs who we are today, our complex histories and identities?
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www.talitiller.net/en/my-two-polish-loves

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Donnerstag, 7.9.
*****18:30h Nordpol*****
[Biografisches Schreiben/lyrics als Empowerment-Strategie]
Workshop mit Sabrina

Der Workshop soll grundlegende Kenntnisse zum biografischen Arbeiten und Schreiben vermitteln und ein erstes Ausprobieren ermöglichen. Folgende Fragestellungen und Inhalte werden hierbei im Fokus stehen:
- Wozu ist Schreiben nützlich und was hat das mit Empowerment zu tun?
- Welche Arten kreativen Schreibens gibt es und wie funktionieren diese? (Kurzgeschichten, Fanzine Beiträge, Songtexte, Gedichte, …)
- Biografien erforschen: Die eigene Biografie als Grundlage für Geschichten
- Eigene Erlebnisse in Geschriebenem thematisieren

Die hier dargestellten Inhalte sind eher als Rahmungen zu verstehen. Was genau im Workshop thematisiert wird, welche Aspekte einen Schwerpunkt bilden etc. wird innerhalb der Gruppe verhandelt, um flexibel für Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden offen zu sein. Besonders wichtig ist hierbei, dass jede Person sich einbringen kann, soweit sie das möchte, aber sich nicht einbringen muss.

Diskriminierende Verhaltensweisen wie (Hetero-)Sexismus, Rassismus, Ableismus, Transmisogynie, Klassismus, Bodyismus, Speziesismus etc. sind unerwünscht, jedoch soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die hinter den aufgeführten Phänomenen liegenden Diskriminierungsachsen wahrscheinlich als erlebte Teile von eigenen Biografien thematisiert werden. Aufgrund dessen können auch Trigger leider nicht ausgeschlossen werden!

Offen für alle!

Der Raum ist mit einem Rolli erreichbar.

Ich bin eine weiße Cis-Frau und heiße Sabrina.

Der Workshop wird finanziell durch die TrIQ*-AG Dortmund unterstützt. Danke!

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Freitag, 8.9.
*****19-22h Black Pigeon*****
„We have a voice!“ –
Talk and discussion about the living conditions and demands of queer refugees in Germany by the initiative „Queer Refugees for Pride“/
Vortrag der Initiative „Queer Refugees for Pride“ zu Lebenssituation und Forderungen queerer Geflüchteter in Deutschland

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(Deutsche Textversion unten/German version below)

What are the living conditions for queer refugees in Germany?
What are the special needs and with which problems are they confronted, concerning their everyday live, the interactions with public authorities, the help system and the LGBT*QI community?
In the sense of their slogans “Nothing about us without us!” and “We have a voice! Let´s use it!” the activists from „Queer Refugees for Pride” give insight in their struggles. Based on their own experience and a survey among 100 queer refugees they present their answers and their demands on politics.

Together we would like to discuss:
• What kind of support can be given by the left scene?
• What kind of role can queer feminist groups play, e.g. when it comes to providing safer spaces and support for victims/survivors of sexual abuse?
• How can we raise awareness about discrimination of queer refugees by other refugees without it being used by right wing propaganda?
• What are good examples of solidarity fights against racism, sexism, trans*- and homophobia?

After the discussion, we would like to write our thoughts and demands on posters which we can present on the CSD-march in Dortmund the next day to make the demands more visible. You´re welcome to join us! :)

This is an event for political activist from different spectrums: from supporting refugees, LGBT*QI rights, queerfeminism and antiracism to queer refugees and empowerment-groups from Dortmund and surrounding areas.

The talk will be hold in English and German, with translations to both sides.

More info about „Queer Refugees for Pride“:
www.facebook.com/QueerRefugeesForPride/

This event is possible thanks to financial support from Rosa Luxemburg Stiftung.

……………………………………………………………………………..

(German version/Text auf Deutsch:)

Wie ist aktuell die Lebenssituation von queeren Geflüchteten in Deutschland?
Mit welchen besonderen Problemen sehen sich queere Geflüchtete konfrontiert – gegenüber Behörden, in Unterkünften, im Alltagsleben, in helfenden Beziehungen und in der LGBT*QI-Szene?
Im Sinne ihrer Slogans „We have a voice! Let´s use it!“ und „Nothing about us without us!“ geben Aktivist_innen der Initiative „Queer Refugees for Pride“ auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen und einer Befragung von 100 weiteren queeren Geflüchteten in Deutschland Antworten auf diese Fragen und legen ihre politischen Forderungen dar.

Gemeinsam möchten wir im Anschluss diskutieren:
• Welche Unterstützung kann die linke Bewegungspraxis leisten?
• Welche Rolle können queer_feministische Gruppen spielen, bspw. durch Expertise in Schutz-und Unterstützungskonzepten im Bereich von sexuellem Missbrauch?
• Wie können Öffentlichkeit und Politik für Missstände wie Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten durch andere Geflüchtete sensibilisiert werden, ohne dass diese Erfahrungen rechtspopulistisch instrumentalisiert werden?
• Was sind gute Beispiele für, was sind eure Wünsche an solidarische Kämpfe gegen Rassismus, Homo-, Trans*phobie und Sexismus?

Zum Ausklang des Abends können Forderungen und Impulse aus Vortrag und Austausch auf Plakaten festgehalten werden und so bei der CSD-Demonstration am nächsten Tag auch für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar werden. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid! :)

Vortrag und Diskussion werden in Englisch und Deutsch laufen, mit Übersetzungen in beide Richtungen.

Mehr Infos über „Queer Refugees for Pride“:
www.facebook.com/QueerRefugeesForPride/

Diese Veranstaltung wird durch finanzielle Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung ermöglicht.

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Samstag, 9.9.
*****11:00 Frühstück im Nordpol*****

Am 9.09. beteiligen wir uns als kleiner (oder großer????) queer_feministischer Block an der offiziellen CSD Dortmund Demonstration, die um 13.30 Uhr vom Nordmarkt aus startet.

Perfekt, um erstmal ab 11 Uhr entspannt zusammen im Nordpol zu frühstücken und uns zu sammeln, oder? :)
Wir treiben Basics wie Brötchen, Kaffee, Tee und Soyamilch auf und freuen uns über jeden eurer Beiträge zum Mitbring-Frühstück ♥

Demoschilder und Transpi(s) können beim
Bastelspaß against Heterosexism <3 | Queer feminist CSD Dortmund am Montag (4.09.)
und auch noch im Anschluss an den Diskussionsabend „We have a voice!“ – Vortrag von Queer Refugees for Pride am (8.09.)
gemeinsam gebastelt werden!

Lasst uns mitmischen und mit unseren Positionen und unseren Lebensrealitäten sichtbar werden -
auch für die, die nicht sichtbar werden können!

*****13:30 gemeinsamer Treffpunkt um zur Demo zu gehen: Nordpol*****
*****14:00 CSD Demo*****

*****20:30 KONZERT (im Rekorder)// Einlass 20:00*****
+ silentonic | alternative-post-progressive-rock
+ SKRTS | alternative feminist trans* grunge noiserock
+ t.b.a.
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ab 22:00 PARTY (im Rekorder)
+ be là | deep house, techno
+ Die kotzende Katze | black music, femrap, pop
+ jonie | pop, punk, elektro
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5-10 EUR EINTRITT

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hallo

hallo.

beyond binary ist ein queerfeministisches kollektiv in dortmund.

(auch auf facebook )

    save the date

    beyond binary
    - queerfeministischer csd dortmund –
    4.-9. september 2017

programm:
4.-8. september: workshops, filme, diskussionen, diy stuff, …
9. september: frühstück, demo, konzerte, party, djanes*

mehr infos ab dem 20. august